Beratung und Therapie
In Basel-Stadt gibt es verschiedene spezialisierte ambulante Beratungs- und Behandlungsstellen sowie stationäre Suchttherapien, die Menschen mit Suchtproblemen unterstützen. Je nach Hauptproblemsubstanz bzw. Verhaltenssucht, individueller Lebenssituation und Problemlast stehen Klientinnen und Klienten unterschiedliche Angebote zur Verfügung.
Kennzahlen ambulante Beratung und Behandlung
Gesamtkennzahlen der fünf ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen: Abteilung Sucht, Blaues Kreuz Basel-Stadt und Multikulturelle Suchtberatung beider Basel (MUSUB), Beratungszentrum der Stiftung Suchthilfe Region (SRB) Basel sowie Ambulanz für Suchttherapie der UPK Basel.
Beratungsfälle
Neuzugänge
Beratungsgespräche
*exklusive Ambulanz für Suchttherapie
Betroffene Neuzugänge nach Hauptproblemsubstanz
In den drei ambulanten Beratungsstellen Abteilung Sucht, Blaues Kreuz Basel-Stadt und MUSUB war Alkohol die häufigste Substanz, weswegen Personen im Jahr 2025 diese Institutionen aufgesucht haben. Im Beratungszentrum der SRB war hingegen Cannabis die häufigste Hauptproblemsubstanz.
Total Neuzugänge
Alkohol
Kokain
Cannabis
Verhaltenssüchte
Weitere
Anzahl Beratungsfälle aufgrund einer Verhaltenssucht
376
Beratungsfälle
Glücksspielsucht
213
Sexsucht
73
Onlinesucht
66
Kaufsucht
24
Anzahl Behandlungsfälle in einer Opioidagonistentherapie
Bei der Opioidagonistentherapie (OAT) handelt es sich um eine medizinische und psychosoziale Intervention bei Abhängigkeit von Heroin oder anderen Opioiden. In Basel-Stadt gibt es zwei Einrichtungen, die eine OAT durchführen: Das Suchtambulatorium (SAM) der UPK Basel sowie das Therapiezentrum Basel (TZB). Ausserdem ist die Behandlung bei Hausärztinnen und Hausärzten möglich. Alle OAT, ausschliesslich der Behandlung mit Diacetylmorphin, werden von den Medizinischen Diensten des Gesundheitsdepartementes Basel-Stadt bewilligt.
Total Anzahl Patientinnen und Patienten
Anzahl Behandlungen in spezialisierten Einrichtungen (SAM, TZB)
Anzahl Behandlungen bei Hausarztpraxen
Kennzahlen stationäre Behandlung und Therapie
Gesamtkennzahlen der drei sozialtherapeutischen Einrichtungen: Familienplatzierung Spektrum und Reintegrationsprogramm Stadtlärm der SRB sowie das Haus Gilgamesch der Stiftung Sucht. Insgesamt bieten diese Einrichtungen 33 Plätze an.
Anzahl betreute KlientInnen
Anzahl betreute Klientinnen aus Basel-Stadt
Durchschnittliche Auslastung
Finanzierung einer Suchttherapie
Stationäre Behandlungen aufgrund einer Abhängigkeitserkrankung können in einer suchtmedizinischen Einrichtung (Psychiatrische Kliniken oder Suchtkliniken) erfolgen. In diesem Fall wird die Behandlung durch die Krankenkasse finanziert. Dagegen werden Behandlungen in sozialtherapeutischen Suchteinrichtungen durch die Sozialhilfe oder Leistungen der Invalidenversicherung finanziert.
Die Wahl der geeigneten Therapieeinrichtung hängt von verschiedenen Faktoren ab: dazu gehören die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten, die Schwere der Abhängigkeit, vorhandene Komorbiditäten und bisherige Therapien. Die Anzahl der Behandlungsfälle im Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der UPK lag im Jahr 2025 bei 712 Fällen. Damit deckte die UPK den grössten Teil des stationären Versorgungsangebots ab.
Seit dem Jahr 2012 ist die Anzahl der stationären sozialtherapeutischen Einrichtungen schweizweit zurückgegangen. Demgegenüber zeigt die steigende Anzahl an Plätzen in Einrichtungen des betreuten und begleiteten Wohnens die Wichtigkeit dieses oft im Anschluss an eine stationäre Suchttherapie genutzten Angebots. Im Kanton Basel-Stadt liegt die Zuständigkeit für den Bereich Wohnen beim Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt.
Weitere Informationen
- Bericht Monitoring der stationären Suchttherapieinstitutionen der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Infodrog: Platzangebot und Auslastung der stationären Suchttherapieinstitutionen und deren Angebote im betreuten/begleiteten Wohnen in der Schweiz im Jahr 2024
- Weitere Informationen zur Kostenübernahme einer Suchttherapie im Kanton Basel-Stadt: Therapiefinanzierung | bs.ch
Hauptproblemsubstanz der Klientinnen und Klienten
Im Haus Gilgamesch war bei 14 Personen Kokain der hauptsächliche Behandlungsgrund, wobei die meisten Personen in eine OAT eingebunden sind. Im Reintegrationsprogramm Stadtlärm war dies bei acht Personen der Alkoholkonsum. In der Familienplatzierung Spektrum waren Alkohol und Cannabis mit je vier Nennungen die Hauptproblemsubstanz.
Alkohol
Cannabis
Heroin/Opioide
Kokain
Medikamente
Weitere